Mittwoch, April 22, 2026
- Werbung -

Wohnungsbau in der Krise: Steigende Kosten, wachsende Bevölkerung

[ad_1]

Die Krise beim bezahlbaren Wohnen in Deutschland hält an und verschärft sich durch drei Hauptfaktoren:

  1. Hohe Baukosten bei unzureichender Förderung: Trotz hoher Kosten für den Wohnungsbau bleibt die Förderung unzureichend.
  2. Wachstum der Bevölkerung: Der steigende Bevölkerungszuwachs verschärft den Wohnungsmangel in den Ballungsgebieten.
  3. Rückgang im Wohnungsbau: Aufgrund ungünstiger Rahmenbedingungen werden immer weniger Wohnungen gebaut oder umgebaut.

Diese Entwicklungen werden durch die neuesten Zahlen und Prognosen des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW eindrucksvoll bestätigt.

Rückgang der Wohnungsfertigstellungen

Erstmals sind die Wohnungsfertigstellungen der GdW-Unternehmen deutlich um 13 Prozent auf nur noch rund 28.000 neue Wohnungen im Jahr 2023 eingebrochen. Eine Umfrage im Juni zeigt, dass zwei Drittel der Wohnungsunternehmen im GdW 2024 keine Wohnungen bauen können – 2025 steigt dieser Anteil auf 70 Prozent.

„Deutschland wächst, schafft aber immer weniger Wohnungen. Das passt nicht zusammen. Wenn wir ein zukunftsfähiges Land bleiben wollen, müssen unsere drei staatlichen Ebenen endlich konsequent zusammenarbeiten und alles für den bezahlbaren Wohnungsbau tun. Wir brauchen bezahlbares ‚Schwarzbrot‘ statt teuren ‚Zuckerguss‘ in Form immer höherer und kostspieliger Vorgaben“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des GdW.

Dramatische Lage im Wohnungsbau und bei Modernisierungen

Eine neue Umfrage zeigt, dass im laufenden Jahr rund 6.000 Wohneinheiten, 20 Prozent der ursprünglich geplanten, nicht realisiert werden können. 2025 wird sich die Situation weiter zuspitzen: Über 12.000 Wohnungen oder 40 Prozent der Planungen werden storniert.

Auch bei Modernisierungen zeigt sich ein deutlicher Rückgang. Von ursprünglich geplanten 110.000 modernisierten Wohnungen werden 2024 nur 75.000 oder 68 Prozent vollständig umgesetzt. 21.000 Wohnungen können zwar angegangen werden, aber mit reduzierter Maßnahmentiefe. 14.000 Wohnungen werden gar nicht modernisiert. 2025 wird die Lage noch schlimmer: Von rund 102.000 geplanten Modernisierungen können nur 63 Prozent vollständig realisiert werden, 20 Prozent werden vermindert und 16 Prozent storniert.

LESETIPP:  Immobilienverkauf besser mit Makler

Fehlende Förderung und hohe Kosten

„Die Kosten verharren auf einem hohen Niveau und bezahlbares Wohnen wird kaum gefördert. So erreichen wir die Neubau- und Klimaziele nicht. Wenn die Regierung sich auf einen erfolgreichen Weg begeben will, sollte sie unseren 10-Punkte-Plan umsetzen“, sagt Gedaschko.

Anfang des Jahres hatte die Regierung eine Milliarde Euro für klimafreundlichen Neubau im Niedrigpreissegment zugesagt. Doch die Umsetzung lässt auf sich warten. Weiterhin wird auch der EH-40-Standard gefördert, was das Bauen verteuert. Eine Verschärfung über EH55 hinaus wäre kontraproduktiv, da viele kostengünstige Wohnungen benötigt werden.

Unsichere Mittel für sozialen Wohnungsbau

Die Regierung spricht von einer Mittelerhöhung auf über 20 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau. In Wahrheit wird aber nur ein zusätzliches Jahr bis 2028 einberechnet. Pro Jahr erhöht sich die Summe nicht. Es besteht Unklarheit darüber, welche Mittel es für das laufende Jahr gibt. Diese Unsicherheit führt zu Vertrauensverlust bei Bauwilligen und Mietern.

Zinsprogramm als Lösung

Ein breit angelegtes Zinsprogramm könnte die Krise im Wohnungsbau mildern. Ein Zinssatz von einem Prozent könnte die Bautätigkeit ankurbeln. In Kombination mit seriellen und modularen Bauweisen könnten Wohnungsunternehmen bezahlbare Mieten von 12 Euro pro Quadratmeter garantieren.

[ad_2]

Ähnliche Artikel

- Werbung -

Neueste Artikel