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Die sächsische Kleinstadt Herrnhut hat eine bedeutende Auszeichnung erhalten: Sie wurde von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen. Als Teil der Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine wurde Herrnhut zusammen mit weiteren Orten in den USA und Großbritannien geehrt. Das zuständige Komitee der UN-Kulturorganisation verkündete die Entscheidung während einer Sitzung in Neu-Delhi.
Bedeutung der Herrnhuter Siedlungen
„Die Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine stehen für den kulturellen und geistigen Austausch über Ländergrenzen und Kontinente hinweg“, erklärte Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission. „Sie sind in Vielfalt vereint und damit ein Sinnbild für die Welterbeidee.“
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zeigte sich begeistert über die Entscheidung und betonte, dass der gesamte Freistaat davon profitieren werde. Auf der Plattform X kündigte er an, Herrnhut am Samstagabend zu besuchen, um die Auszeichnung zu feiern.
Herrnhut: Prototyp internationaler Glaubenssiedlungen
Die Herrnhuter Brüdergemeine ist eine internationale Kirche, die aus der Reformation hervorgegangen ist und heute weltweit etwa eine Million Mitglieder zählt, vorwiegend in Tansania. 1722 wurde Herrnhut von protestantischen Glaubensflüchtlingen aus Mähren gegründet, die auf Land siedelten, das ihnen Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf in der Oberlausitz zur Verfügung gestellt hatte.
Mit der weltweiten Ausbreitung der Kirche trugen Missionare aus der Oberlausitz den Bauplan für neue Siedlungen in andere Länder. Bereits 2015 wurde Christiansfeld in Dänemark als eine dieser Siedlungen von der UNESCO als Welterbe anerkannt. Herrnhut strebte die Anerkennung gemeinsam mit Bethlehem in Pennsylvania und Gracehill in Nordirland an.
Weitere UNESCO-Entscheidungen erwartet
Deutschland kann sich nun über mehr als 50 Welterbestätten freuen. Am Samstag wird eine weitere Entscheidung der UNESCO erwartet: Schwerin und sein Schloss auf einer Insel im See sowie weitere Teile der Innenstadt könnten ebenfalls auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen werden. Die mecklenburgische Landeshauptstadt steht seit zehn Jahren auf Deutschlands Vorschlagsliste.
Die Unesco hat die sächsische Kleinstadt Herrnhut in die Liste des Welterbes eingetragen. Als Teil der Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine hat Herrnhut die Auszeichnung zusammen mit weiteren Orten unter anderem in den USA und Großbritannien erhalten. Das zuständige Komitee der UN-Kulturorganisation gab die Entscheidung auf einer Sitzung in Neu-Delhi bekannt.
„Die Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine stehen für den kulturellen und geistigen Austausch über Ländergrenzen und Kontinente hinweg“, sagte die Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, Maria Böhmer. „Sie sind in Vielfalt vereint und damit ein Sinnbild für die Welterbeidee.“
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