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Zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe
Immer mehr deutsche Unternehmen sehen sich durch Cyberangriffe bedroht, wie eine aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt. Besonders Angreifer aus China und Russland gehören zu den Hauptverdächtigen. Die Studie, die in Berlin veröffentlicht wurde, basiert auf einer repräsentativen Umfrage von über 1.000 Unternehmen aus verschiedenen Branchen und verdeutlicht die wachsende Bedrohungslage.
China als Hauptquelle fĂĽr Angriffe
Laut der Bitkom-Studie hat sich China im vergangenen Jahr zur wichtigsten Ausgangsbasis für Angriffe auf die deutsche Wirtschaft entwickelt. 45 Prozent der betroffenen Firmen gaben an, die Cyberangriffe nach China zurückverfolgen zu können, ein Anstieg von drei Prozent im Vergleich zu 2023. Auch Russland bleibt eine bedeutende Quelle für Cyberangriffe, obwohl der Anteil der Unternehmen, die Angriffe aus Russland vermuteten, von 46 Prozent im Jahr 2023 auf 39 Prozent gesunken ist.
Cyberangriffe aus verschiedenen Regionen
Ein erheblicher Anteil der Unternehmen (36 Prozent) konnte jedoch nicht bestimmen, aus welcher Region die Angriffe kamen. Interessanterweise vermuteten 20 Prozent der betroffenen Unternehmen, dass die Angriffe aus Deutschland selbst stammten, während 25 Prozent die USA als Ursprungsland nannten. Auch Osteuropa (32 Prozent) und die Europäische Union (ohne Deutschland) (21 Prozent) wurden häufig als Ausgangsbasis der Cyberangriffe vermutet. Es ist zu beachten, dass bei der Befragung Mehrfachnennungen möglich waren, da viele Unternehmen mehrfach und aus verschiedenen Regionen angegriffen wurden.
Täterprofile: Kriminelle Banden und Geheimdienste
Die Studie zeigt, dass die Täter hinter den Cyberangriffen überwiegend aus den Reihen der organisierten Kriminalität stammen. 70 Prozent der angegriffenen Unternehmen vermuten, dass sie Opfer krimineller Banden geworden sind. Ein Anstieg ist auch bei der Vermutung zu verzeichnen, dass ausländische Nachrichtendienste hinter den Angriffen stehen: 20 Prozent der Unternehmen sehen Geheimdienste als Verantwortliche, im Vergleich zu nur 7 Prozent im Vorjahr. Darüber hinaus gaben 27 Prozent der Unternehmen an, dass die Angriffe von aktiven oder ehemaligen Mitarbeitern aus Rache durchgeführt wurden.
Massive wirtschaftliche Schäden
Die Bedrohung durch Cyberangriffe hat inzwischen ein enormes Ausmaß angenommen. Acht von zehn Unternehmen in Deutschland (81 Prozent) berichten, in den letzten zwölf Monaten Opfer von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage geworden zu sein. Weitere 10 Prozent vermuten, dass sie ebenfalls betroffen waren. Der durch diese Angriffe verursachte Schaden wird auf insgesamt 267 Milliarden Euro geschätzt, was einem Anstieg von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Existenzielle Bedrohung fĂĽr Unternehmen
Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst betonte, dass die Bedrohungslage für die deutsche Wirtschaft immer ernster werde. „Die Unternehmen müssen ihre Schutzmaßnahmen weiter hochfahren. Das gilt sowohl für digitale als auch für klassische Angriffe wie das Abhören von Besprechungen oder den Diebstahl physischer Dokumente“, erklärte Wintergerst. Besonders alarmierend ist, dass sich inzwischen zwei Drittel der Unternehmen durch Cyberangriffe in ihrer Existenz bedroht sehen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren.
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