Mittwoch, April 22, 2026
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Gefährlicher Erreger: Das Mpox-Virus breitet sich in Afrika aus

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WHO alarmiert über Mpox-Virus-Ausbreitung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich besorgt über die rasche Ausbreitung des Mpox-Virus in Afrika. Länder wie Burundi, die Elfenbeinküste, Kenia, Ruanda und Uganda haben in den letzten Wochen mehrere Fälle gemeldet. Besonders betroffen ist die Demokratische Republik Kongo, wo im Juli mehr als 11.000 Infektionen und 450 Todesfälle verzeichnet wurden.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, erwägt, ein Expertenkomitee einzuberufen, um zu entscheiden, ob der Mpox-Ausbruch als internationaler Notfall eingestuft werden soll – dies wäre die höchste Alarmstufe der WHO.

Historie und Namensänderung des Mpox-Virus

Bereits 2022 sorgten Mpox-Infektionen weltweit für Schlagzeilen. Mehr als 100 Länder meldeten Ausbrüche, darunter auch Deutschland mit 3.700 Fällen. Die Bezeichnung „Affenpocken“ wurde damals geändert, da der Begriff als rassistisch und stigmatisierend empfunden wurde. Die WHO empfiehlt seitdem den Namen „Mpox“.

Das Mpox-Virus, ein Doppelstrang-DNA-Virus der Gattung Orthopoxvirus, ist eng verwandt mit dem Kuhpockenvirus und dem Variolavirus, dem Erreger der echten Pocken. Es wurde erstmals 1958 bei Makaken-Affen in Gefangenschaft entdeckt, was zur ursprünglichen Bezeichnung „Affenpocken“ führte. Heute ist bekannt, dass Affen nicht die ursprünglichen Reservoirtiere sind. Vielmehr stehen afrikanische Nagetiere wie Spitzmäuse und Eichhörnchen im Verdacht, das Virus zu beherbergen.

Mpox bei Menschen

Menschen infizierten sich erstmals 1970 in der Demokratischen Republik Kongo mit Mpox. Seitdem treten regelmäßig Infektionen in West- und Zentralafrika auf, wo das Virus als endemisch gilt.

Der weltweite Ausbruch 2022

Vor Mai 2022 waren Mpox-Fälle außerhalb Afrikas selten und meist auf Aufenthalte in endemischen Gebieten zurückzuführen. Doch seit dem globalen Ausbruch traten viele Fälle in Europa und Amerika auf, die nicht auf solche Reisen zurückgeführt werden konnten. Die Übertragung erfolgte häufig durch engen, insbesondere sexuellen Kontakt. Dies stellt ein neues Phänomen dar, da früher meist der Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Fleisch zur Infektion führte.

Symptomatik und Übertragung

Die Inkubationszeit variiert in Endemiegebieten meist zwischen fünf und 21 Tagen, kann aber bei aktuellen Ausbrüchen kürzer sein. Zu den ersten Symptomen gehören Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten. Einige Tage später treten Hautveränderungen auf, die im Gesicht beginnen und sich über den Körper ausbreiten.

Die Krankheit verläuft oft mild mit Fieber und einzelnen Pockenbläschen. Schwere Verläufe oder Todesfälle betreffen vor allem sehr junge, immungeschwächte oder immunsupprimierte Personen.

Gefährlichkeit und Varianten des Mpox-Virus

Westafrikanische Variante

Die westafrikanische Variante (Klade II), die sich 2022 in Europa und Nordamerika verbreitete, verursacht überwiegend milde Verläufe. Schwere Fälle treten hauptsächlich bei sehr jungen oder immunsupprimierten Personen auf.

Zentralafrikanische Variante

Die zentralafrikanische Variante (Klade I) ist gefährlicher mit einer Sterblichkeitsrate von etwa elf Prozent. Sie zeichnet sich durch eine leichtere Ansteckung, höhere Ansteckungsraten und schwerere Krankheitsverläufe aus. Besonders gefährlich ist die neue Virusvariante „Klade Ib“, die sich im Osten der DR Kongo ausbreitet. Sie verursacht schwerere Symptome und eine höhere Ansteckungsgefahr.

Maßnahmen zur Eindämmung und Behandlung

Wichtig ist es, Infektionen frühzeitig zu erkennen und Ausbreitungen zu verhindern. Diagnostiziert wird das Virus durch PCR-Verfahren und Sequenzierung. Es gibt keine spezifische Behandlung für Mpox. Die Therapie ist unterstützend und symptomatisch, mit Medikamenten gegen Fieber und Schmerzen.

Die Quarantäne-Regeln des RKI sind entscheidend, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Eine nachträgliche Impfung mit einem zugelassenen Pockenimpfstoff kann ebenfalls helfen.

Impfempfehlungen

Das RKI empfiehlt die Impfung nur bestimmten Risikogruppen. Eine allgemeine Impfung der Bevölkerung ist derzeit nicht notwendig. In der EU steht der Impfstoff „Imvanex“ zur Verfügung.

In der DR Kongo fordern Experten eine umfassendere Impfstrategie, um die Ausbreitung vor Ort einzudämmen. Der Tropenmediziner Walter Jaoko von der Universität Nairobi betont die Notwendigkeit, Impfstoffe bereitzustellen.

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Maja Richter
Maja Richter
Maja Richter, 36 Jahre alt aus dem Raum Bonn, ist eine leidenschaftliche und vielseitige Autorin, die ihre Texte mit großer Hingabe und einem tiefen Verständnis für die Themenwelten verschiedener Blogs gestaltet. Als verheiratete Mutter von zwei Kindern bringt sie ihre reichhaltigen Lebenserfahrungen in ihre Schriften ein, was ihre Artikel besonders authentisch und ansprechend macht. Maja überzeugt durch ihre Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich und lebensnah zu vermitteln, wodurch sie eine breite Leserschaft begeistert.

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