Montag, März 16, 2026
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Deo ohne Aluminium: Was Sie wissen sollten und worauf Sie beim Kauf achten müssen

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Ist Aluminium in Deodorants wirklich gefährlich?

Lange Zeit wurde Aluminium in Deodorants als potenziell gefährlich eingestuft. Im Jahr 2014 sorgte eine Risikobewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) für Aufsehen. Es wurde vermutet, dass der regelmäßige Gebrauch von aluminiumhaltigen Antitranspirantien zu gesundheitlichen Problemen führen könnte, darunter neurotoxische Entwicklungsstörungen sowie Schäden an Nieren, Leber und Knochen. Darüber hinaus stand Aluminium im Verdacht, mit schwerwiegenden Erkrankungen wie Brustkrebs und Alzheimer in Verbindung zu stehen.

Im Jahr 2020 korrigierte das BfR jedoch seine Einschätzung. In einer neuen Stellungnahme wurde betont, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den Gebrauch von ACH-haltigen Antitranspirantien nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft als unwahrscheinlich gelten. Wichtig sei es jedoch, die Gesamtbelastung durch Aluminium zu berücksichtigen, die nicht nur durch Deodorants, sondern auch durch Lebensmittel und andere Produkte erfolgt. Studien aus den Jahren 2016 und 2019 zeigten, dass der Beitrag von Antitranspirantien zur Gesamtaufnahme von Aluminium geringer ist als ursprünglich angenommen. Das Risiko, durch die Anwendung eines Deos eine gefährlich hohe Menge an Aluminium aufzunehmen, wird heute als sehr unwahrscheinlich eingeschätzt.

Warum ist Aluminium in Deodorants enthalten?

Aluminium wird in Deodorants verwendet, insbesondere in sogenannten Antitranspirantien, um das Schwitzen zu reduzieren. Antitranspirantien enthalten Aluminiumsalze, wie etwa Aluminiumchlorid, die in den Schweißkanälen Ablagerungen bilden. Diese Ablagerungen verengen die Schweißporen, wodurch weniger Schweiß austreten kann. Zudem ziehen sich die Hautzellen zusammen, was die Schweißproduktion weiter reduziert. Neben Aluminium enthalten viele Antitranspirantien auch Duftstoffe und antibakterielle Inhaltsstoffe, die den Körpergeruch mindern sollen.

Deodorants ohne Aluminium hingegen verhindern nicht das Schwitzen, sondern bekämpfen lediglich den unangenehmen Geruch. Dies geschieht oft durch Duftstoffe und antibakterielle Inhaltsstoffe, die das Wachstum geruchsverursachender Bakterien hemmen. Interessanterweise ist Schweiß selbst geruchlos; erst die Zersetzung der Schweißbestandteile durch Bakterien, insbesondere Fettsäuren, führt zum typischen Schweißgeruch.

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Wann sollten Sie ein Deo ohne Aluminium verwenden?

Wenn Sie Bedenken hinsichtlich der Aluminiumaufnahme haben, ist es sinnvoll, auf aluminiumfreie Produkte umzusteigen oder zumindest auf Cremes oder Roll-Ons zurückzugreifen, um das Risiko des Einatmens von Aluminium zu minimieren. Besonders nach der Rasur sollten Sie kein aluminiumhaltiges Produkt verwenden, da Aluminium dann leichter in die Haut eindringen kann. Für Menschen mit empfindlicher Haut sind Naturprodukte oft die bessere Wahl. Wenn Sie nicht stark schwitzen, ist ein Antitranspirant in der Regel nicht notwendig. An kühleren Tagen reicht oft ein Deo mit natürlichen Duftstoffen aus, um Gerüche zu kontrollieren. Zudem sind Bio-Produkte oft nachhaltiger und umweltfreundlicher.

Welche Deodorants ohne Aluminium sind empfehlenswert?

Obwohl Deos ohne Aluminium in der Regel weniger stark wirken als Antitranspirantien, gibt es dennoch einige Produkte, die gute Ergebnisse liefern:

  • Lavera Basis Sensitiv Natural and Sensitive Deo Creme: Diese Deocreme enthält Bio-Aloe Vera und natürliche Mineralien, die das Wachstum geruchsverursachender Bakterien hemmen und so Schweißgeruch vorbeugen. Die Wirkung soll 48 Stunden anhalten, und die Rezeptur ist biologisch abbaubar.
  • Ben&Anna Green Fusion Natural Deodorant: Dieses Deo enthält 100 % natürliche ätherische Öle und Natron, das Keime und Bakterien reduziert. Es wird in einer recyclebaren Verpackung angeboten, und ein Teil des Erlöses unterstützt Projekte zur Reduktion von Plastikmüll.
  • Weleda 24-h-Deo-Roll-On: Der 24h-Deo-Roll-On von Weleda kombiniert Duftnoten von Orange, Davana und Vanille und schützt ohne Aluminiumsalze vor Körpergeruch. Die Poren werden nicht verschlossen, und die Hautfunktionen bleiben erhalten.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Beim Kauf eines Deodorants ohne Aluminium sollten Sie sicherstellen, dass keine Inhaltsstoffe enthalten sind, die „Aluminium“ im Namen tragen. Achten Sie auch auf Begriffe wie „Antitranspirant“ oder „48-Stunden-Schutz“, die oft auf die Anwesenheit von Aluminiumsalzen hinweisen. Wenn Ihnen Nachhaltigkeit und Verträglichkeit wichtig sind, sollten Sie Produkte ohne synthetische Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe bevorzugen und auf Erdölprodukte sowie Silikone verzichten. Naturkosmetik-Siegel und Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) bieten zusätzliche Sicherheit. Ein Blick auf aktuelle Tests wie den Ökotest kann ebenfalls helfen, ein passendes Produkt zu finden.

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Gibt es Alternativen zu Deodorants ohne Aluminium?

Für diejenigen, die auf Nummer sicher gehen möchten, gibt es die Möglichkeit, ein Deo selbst herzustellen. Hier ein einfaches Rezept:

  • 50 ml Alkohol (mindestens 40-prozentig)
  • 50 ml Wasser
  • 15 Tropfen ätherisches Öl, z.B. Lavendel
  • 3 Tropfen Teebaumöl (optional, für zusätzliche antibakterielle Wirkung)

Alle Zutaten gut vermischen, in eine Sprühflasche füllen, und fertig ist das selbstgemachte aluminiumfreie Deo. Es gibt viele weitere Rezepte, die sich leicht im Internet finden lassen, auch Varianten ohne Alkohol für sensible Haut.

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