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Ab sofort können alle Wohnungseigentümer und Hausbesitzer staatliche Unterstützung für den Austausch alter Gas- und Ölheizungen gegen klimafreundlichere Alternativen beantragen. Neben privaten Eigentümern können nun auch Vermieter, Unternehmen und Kommunen Anträge stellen, wie die Förderbank KfW mitteilte. Diese Erweiterung der Fördermöglichkeiten ist Teil der dritten Förderrunde des umstrittenen Heizungsgesetzes, das den Umstieg auf erneuerbare Energien vorantreiben soll.
Bis zu 70 Prozent Förderung möglich
Das neue Förderprogramm sieht eine Unterstützung von mindestens 30 Prozent vor, unabhängig davon, ob es sich um ein Wohn- oder Geschäftsgebäude handelt. Unter bestimmten Bedingungen sind sogar Zuschüsse von bis zu 70 Prozent möglich. Diese Höhe richtet sich nach dem Einkommen der Antragsteller, der Geschwindigkeit des Heizungstauschs und der Umsetzung der Maßnahmen. So gibt es beispielsweise einen Einkommensbonus von 30 Prozent für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 40.000 Euro.
Zusätzlich wird bis 2028 ein Geschwindigkeitsbonus von 20 Prozent für den frühzeitigen Austausch alter Heizsysteme gewährt. Wärmepumpen, die Wasser, Erdreich oder Abwasser als Wärmequelle nutzen oder ein natürliches Kältemittel einsetzen, können außerdem einen Effizienzbonus von 5 Prozent erhalten.
Regelungen gelten zunächst für Neubauten
Das neue Heizungsgesetz sieht vor, dass ab 2024 jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Diese Regelung gilt jedoch zunächst nur für Neubauten in Neubaugebieten. Bestehende, funktionierende Heizungen können weiterhin betrieben werden.
Förderanträge bleiben hinter Erwartungen zurück
Bisher wurden laut dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) rund 93.000 Förderzusagen erteilt, was auch Zusatzanträge von Eigentümern in Mehrfamilienhäusern und Wohnungseigentumsgemeinschaften umfasst. Trotz des Anstiegs der Anträge seit Februar liegen die Zahlen deutlich unter den Erwartungen. Insbesondere der Absatz von Wärmepumpen ist stark zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2024 wurden lediglich 90.000 Geräte verkauft, ein Rückgang von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das noch ein Rekordjahr für den Verkauf von Wärmepumpen war.
Das BMWK führt diese Entwicklung auf Vorzieheffekte und höhere Zinsen zurück. Dennoch zeigt sich der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) vorsichtig optimistisch. Der Verband rechnet damit, dass die Ausweitung der Fördermöglichkeiten auf weitere Gruppen zu einer Steigerung der Förderzusagen führen wird. Bis Jahresende erwartet der BDH einen Absatz von bis zu 200.000 Wärmepumpen, bleibt jedoch unter dem von der Bundesregierung formulierten Ziel von 500.000 neuen Wärmepumpen pro Jahr ab 2024.
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